November- in die Stille gehen...

 

Wir werden ganz allmählich nach innen geführt.    Und so wie sich in der Natur alles zurückzieht,

ist es auch für uns Menschen an der Zeit,

nach innen zu gehen.

 

Noch ist dieser November bunt und mild, fühlt sich eher an wie ein verlängerter

Goldener Oktober. Ich genieße seine Sanftheit, seine Wärme und die liebkosenden sanften Sonnenstrahlen sehr.

Und doch weiß ich, es geht auf die stille, dunkle Zeit zu. Unausweichlich.

Obwohl ich mich nur ungern von Licht und Wärme trenne, ist in mir auch Vorfreude auf diese stillere Zeit. Sie ist für mich ein wichtiger Teil des Jahreslaufes, der nicht übersprungen werden kann- und sollte...

 

 

Wenn wir uns anschauen, was im Herbst in der Natur geschieht, wird ganz schnell deutlich, was wohl der Grund dafür ist, dass kein ewiger Sommer herrscht (zumindest in unseren Breitengraden):

Vieles in der Natur zieht sich aus dem stetigen Tun im Außen zurück und sammelt im Innen neue Kräfte für den nächsten Frühling, das neue Aufblühen.

Es wirkt, als würde alles sterben und wenn dann allmählich alle Farben einem Grau in Grau weichen, wird deutlich warum dieser Monat auch Totenmonat  genannt wird..

Der Bezug zum Tod und auch zu den Ahnen ist sehr stark.

Die Stimmung und Qualität des Novembers machen es leicht, sich mit den Themen Sterben und Vergänglichkeit zu befassen.

Dies ist bei strahlendem Sonnenschein nicht ganz so leicht...

 

 

Aber wozu soll es gut sein? Verfallen wir dadurch nicht nur in Trübsinn??

Nach meinem Empfinden ist es wichtig, auch diese "düsteren" Themen zu betrachten, sie zu fühlen, uns darauf einzulassen. Wenn nur die hellen, strahlenden Seiten beachtet werden, fehlt es uns an Tiefe.

Sich mit der eigenen Vergänglichkeit zu befassen, kann unter anderem Bewirken, dass wir umso dankbarer für all das Gute sind, das wir in unserem Leben haben.

Und dass wir es vielleicht umso intensiver genießen und leben können.

 

 

 

 

Auch für die Beschäftigung mit unseren Ahnen, unseren Wurzeln ist der November eine besonders gute Zeit. Darauf zu schauen, wo wir herkommen, kann uns helfen, wirklich zu  erkennen, wer wir sind und was wir in unserem Leben bewirken wollen... oder sollen.

Ich selbst nehme mir im November immer mal kleine Auszeiten, gehe in der Dämmerung

nach draußen, lasse das Gefühl des schwindenden Lichtes in mich einsinken.

Und dann setze ich mich mit meinem Räucherstövchen hin, lege die Ahnenmischung auf

und nehme mir etwas Zeit, um an Verstorbene zu denken, die mir nahe waren.

Manchmal entwickelt sich eine Art Zwiegespräch mit dem ein oder anderen Verstorbenen

und alte Themen können nochmal betrachtet, zuweilen auch gelöst werden.

 

Oft geht es einfach nur um das  Gedenken, das Danksagen für gemeinsame Zeit, für das was mir (mit)gegeben wurde. Das kann beim Betrachten alter Fotos geschehen, beim Lesen alter Briefe oder einfach nur im stillen da Sein.

Wenn du den November dazu nutzen möchtest, schau für dich was dir behagt- das besagte Räucherwerk kann dich dabei besonders gut begleiten.

Vielleicht hast du sogar eigene Wacholdernadeln- und beeren?

Diese kannst du für deine ganz eigene Ahnen- Räuchermischung verwenden.

 

 

 

Das war es für heute von mir   :o)
Ich wünsche dir einen schönen November mit Zeit, um nach innen zu gehen

und melde mich an dieser Stelle im Dezember wieder.

 

 

 

 

 

 

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