Räuchern mit Kohle

 

Benötigt wird eine etwa zur Hälfte

mit Sand gefüllte Schale.

Der Sand ist sehr wichtig, damit die Schale

nicht zerspringt oder zuviel Hitze abgibt.

 

 

 

In die Schale legt man nun eine spezielle Räucherkohletablette.    

(Glühende Kohlestückchen aus dem Ofen eignen sich natürlich auch, sie glühen jedoch

wesentlich schneller durch und man muss häufiger Glut nachlegen).

 

Die Räucherkohletablette wird an einer Ecke angezündet und dabei mit einer Zange gehalten. Sofort prickeln kleine Fünkchen durch sie hindurch-  manchmal funkt es stärker.

Daher ist es wichtig, die Kohle nicht in der Nähe von leicht Entzündlichem wie Tüchern

oder Papier zu entfachen!!

 

Ist die Kohle durchgeglüht, entsteht kein Funkenflug mehr.

Sobald die Kohletablette einen weißen Rand bekommt, kann Räucherwerk aufgelegt werden. Und hier gilt wirklich der alte Spruch „Weniger ist mehr“- es lohnt sich, ganz in Ruhe

prisenweise Räucherwerk aufzulegen.

Zum leichteren Auflegen können Mischungen gemörsert werden.

Es ist empfehlenswert, dies erst kurz vor dem Räuchern zu tun, damit die Inhaltsstoffe

erhalten bleiben und nicht schon bei der Lagerung "verduften"...

 

Um Kräuter, Wurzeln und Hölzer langsam verglimmen zu lassen, sollte eine

feine Sandschicht auf die glühende Kohle gestreut werden- so kann

sich der Duft entfalten. Bei reinen Harzräucherungen ist dies nicht notwendig.

 

Da die Räucherkohle ca. eine Stunde lang glüht, kann man sich viel Zeit lassen,

immer mal eine kleine Prise auflegen, verglühtes Räucherwerk zwischendurch

mit einem Löffelchen von der Kohle räumen.

 

Falls die Räucherung beendet werden soll bevor die Kohle durchgeglüht ist,

diese nicht unbeaufsichtigt liegen lassen, sondern am besten in Wasser ablöschen.

 

ACHTUNG:  Die Schale kann auch von unten her sehr heiß werden, also immer auf

eine hitzefeste Unterlage stellen!!

Räucherkohle unbedingt trocken aufbewahren.

 

 


 

Räuchern mit Sieb & Stövchen

 

 Zum sanften Räuchern mit weniger  

 Rauchentwicklung dient das

 speziell dafür gefertigte Edelstahlsieb.

 

 

 

 

Hierbei wird das Räucherwerk direkt auf das Sieb gegeben, das auf einem  Stövchen liegt.  Darunter wird ein Teelicht entzündet, mit einem Abstand zum  Sieb von ca. 8-12 cm.

 

Das Räuchersieb bietet die Möglichkeit, mit mehr oder weniger Rauch zu räuchern:

Je geringer der Abstand zwischen Teelicht und Sieb, umso schneller verglimmt

das Räucherwerk und umso mehr Rauch erzeugt es dabei.

Die unterschiedlichen Qualitäten von Teelichten machen sich übrigens bemerkbar:

manche geben wesentlich mehr Hitze als andere ab.

Daher variiert das Räucherergebnis auch je nach verwendetem Teelicht.

 

Mischungen aus Harzen, Hölzern, Wurzeln & Kräutern haben auf dem Sieb

ideale Bedingungen, um sich zu vermischen und ihren Duft zu verströmen.

AMARELLA Räuchermischungen sind bewusst nicht gemörsert- so bleiben die Inhaltsstoffe  enthalten und werden erst beim Erhitzen freigegeben. 

Die Mischungen sollten vor dem Auflegen immer gut durchgemischt werden,

da schwere Anteile im Glas oder Beutel nach unten wandern.

Harze möglichst auf Hölzer und Kräuter legen, so können diese das schmelzende Harz aufsaugen. Zarte Anteile wie Blüten eher am Rand platzieren, da sie schnell verbrennen.

 

Zum Verräuchern von reinem Harz kann ein wenig grober Sand auf das Sieb gestreut werden, damit es nicht in die Flamme tropft.

Um das Sieb von Harzresten zu reinigen, wird es direkt über eine Kerzenflamme gehalten. Dafür unbedingt eine  Zange benutzen, denn es wird sehr heiß!

Da viel Rauch dabei entsteht, ist es empfehlenswert, dies draußen zu machen.

Das restliche Harz glüht durch und lässt sich dann mit einer Messingbürste entfernen.

Vor dem Abbürsten das Sieb einen Moment abkühlen lassen, um das Gewebe

nicht zu beschädigen. Das Sieb hält so auch bei täglichem Gebrauch über Jahre.

 

ACHTUNG:  Die Harze können brennen, immer auf eine hitzefeste Unterlage stellen!!

 


 

Räuchern ohne Sieb oder Kohle

 

Getrocknete Kräuter wie zum Beispiel

Beifuß oder Salbei eignen sich hervorragend,

um sie ohne Hilfsmittel in einer Schale zu verräuchern.

 

 

Hierzu werden die Kräuter zu einem Knäuel zusammengedrückt, entzündet

und durch Fächeln mit einer Feder oder einem Stück Pappe zum Glühen gebracht.

 

ACHTUNG:  es kann Funkenflug geben, daher in Räumen besonders vorsichtig sein!!